Eine ständig verstopfte Nase kann den Patienten stark beeinträchtigen. Es kommt zu einer ständigen Mundatmung und einer damit verbundenen Austrocknung, Reizung und Entzündung der Schleimhäute im Rachenraum, sowie nächtlichem Schnarchen.

Ursache der Nasenatmungsbehinderung können eine Nasenmuschelhyperplasie (Vergrößerung der Nasenmuscheln), eine Septumdeviation (Nasenscheidewand- verschiebung), Polypen, Allergie oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen sein. Häufigste Ursache der Nasenatmungsbehinderung sind die vergrößerten Nasenmuscheln. In den Nasenmuscheln befindet sich Schwellgewebe, was sich erweitern kann. Die Schwellung kann verursacht sein durch Allergien, Entzündungen, Medikamente oder Turbulenzen des Luftstroms.

Bei regelmäßiger Anwendung von abschwellenden Nasentropfen werden die Schleimhäute geschädigt, es kommt zu bleibender Schwellung und somit zur Zunahme der Beschwerden. Durch eine operative Verkleinerung der Nasenmuscheln kann eine rasche und dauerhafte Verbesserung der Nasenatmung erreicht werden.

Es gibt verschiedene Methoden der Nasenmuschelverkleinerung. Der schleimhautschonendste Eingriff ist die Radiofrequenz- Conchotomie, die in örtlicher Betäubung in der Praxis durchgeführt werden kann. Mit einer Radiofrequenznadel wird Energie im Gewebe appliziert. Durch Gewebeabbau und Narbenbildung kommt es zu einer Volumenverkleinerung der Nasenmuschel. Eine Nasentamponade ist nicht notwendig. Diese Therapie ist eine neue, innovative Technologie, die schnell und effektiv weiches Gewebe unter Einsatz von Radiofrequenzenergie abträgt und das umgebende, gesunde Gewebe schont. Alternativ kann ebenso in Lokalanästhesie eine Gewebereduktion mit dem Laser durchgeführt werden.

Information zur Operation

Vor der Operation:
  • HNO–ärztliche Untersuchung
  • Ggf. Röntgen der Nasennebenhöhlen zum Ausschluss einer Entzündung
  • Ggf. Blutuntersuchung
Für Ihre Planung:
  • Arbeitsunfähigkeit am gleichen Tag
Nach der Operation:
  • Ggf. Nasentamponade für 1 Nacht
  • Nasenpflege für 3 Wochen mit Salbe

Stimm- und Sprachstörungen

Die Stimme wird durch Schwingungen der Stimmbänder im Kehlkopf erzeugt. Durch Nase, Rachen, Zunge und Mund wird der Klang moduliert und es entstehen Sprache und Gesang.

Stimmstörungen haben ihre Ursache im Kehlkopf und äußern sich in der Regel durch eine Heiserkeit. Diese tritt häufig bei viralen Infektionen („Erkältungen“) als Folge einer Entzündung der Kehlkopfschleimhaut auf. Auch wenn die Stimme überanstrengt wurde, klingt sie oft heiser. Bei Kindern finden sich dann häufig Schreiknötchen. Auch durch Veränderungen während des Wachstums (Stimmbruch) treten Stimmstörungen auf. Neubildungen wie Papillome oder neurologische Erkrankungen sind selten. Anhaltende Stimmstörungen sollten auf jeden Fall fachärztlich untersucht werden.

Sprachstörungen äußern sich oft in Poltern, Stottern, Störungen der Aussprache, Wortschatzdefiziten oder grammatikalischen Auffälligkeiten. Wichtig für die kindliche Sprachentwicklung ist ein funktionierendes Hören. Daher muss stets eine Hörstörung als Ursache ausgeschlossen werden.

Termine