Polypenentfernung bei Kindern (Adenotomie)

Die kindlichen Polypen (Adenoide) sitzen hinter der Nase am Rachendach. Sind sie vergrößert, kommt es zu einer Nasenatmungsbehinderung mit Mundatmung, Schnarchen oder Fließschnupfen. Häufig findet sich dadurch auch eine Belüftungsstörung der Mittelohren mit einem Mittelohrerguss und Schwerhörigkeit. Dann ist es erforderlich, im gleichen Eingriff Paukenröhrchen einzusetzen. Der Eingriff erfolgt ambulant in Vollnarkose. Die Polypen werden durch den geöffneten Mund entfernt.

Information zur Operation

Vor der Operation:
  • HNO-ärztliche Untersuchung
  • Ggf. Hörtest
Für Ihre Planung:
  • In der Regel ambulante Operation
  • Kindergarten-/Schulverbot 2-3 Tage
  • Sportverbot 14 Tage
Nach der Operation:
  • Meidung von sauren und scharfen Speisen

Trommelfellschnitt mit oder ohne Paukenröhrcheneinlage (Parazentese mit und ohne Paukendrainage)

Durch eine länger anhaltende Belüftungsstörung des Mittelohres kommt es zu Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, dem sogenannten Paukenerguss. Dieser führt zu einer Mittelohrschwerhörigkeit. Die Ursache hierfür sind oft die kindlichen Polypen (Adenoide). Ist die medikamentöse Behandlung ohne Erfolg, ist es sinnvoll, einen Trommelfellschnitt mit oder ohne Paukenröhrcheneinlage durchzuführen. Oft wird der Eingriff mit der Polypenentfernung kombiniert.

Der Eingriff wird ambulant und in Vollnarkose durchgeführt. Nach einem kleinen Trommelfellschnitt wird die Flüssigkeit aus dem Mittelohr abgesaugt und ein Röhrchen in das Trommelfell eingesetzt. Sollten kindliche Polypen (Adenoide) vorhanden sein, werden diese im gleichen Eingriff durch den Mund entfernt.

Information zur Operation

Vor der Operation:
  • HNO-ärztliche Untersuchung
  • Hörtest
Für Ihre Planung:
  • Ambulante Operation
  • Schulunfähigkeit für 2-3 Tage
  • Sportverbot für 1 Woche
Nach der Operation:
  • kein Wasser in den Gehörgang kommen lassen
  • regelmäßige Nachsorge

Wenn Paukenröhrchen eingelegt werden:

  • Duschen/Waschen: ohne Schutz möglich
  • Schwimmen/Kopf unter Wasser: Gehörgangsstöpsel erforderlich
  • Tauchen (mehr als 60cm tief): Gehörgangsstöpsel erforderlich
  • Sauna: ohne Schutz möglich
  • Sport: ohne Schutz möglich
  • Fliegen: problemlos möglich
  • Röntgen: problemlos möglich
  • Computertomographie (CT): problemlos möglich
  • Kernspintomographie (MRT): in der Regel bei allen Röhrchen problemlos möglich

Zungenbändchenplastik

Ein zu kurzes Zungenbändchen zu einer Furchung und Bewegungseinschränkung der Zunge führen. Dies kann Sprachstörungen verursachen.

Mit einer speziellen Schnitt-Naht-Technik wird eine Verlängerung des Bändchens erreicht. Der Eingriff wird ambulant und in Vollnarkose durchgeführt.

Information zur Operation

Vor der Operation:
  • HNO-ärztliche Untersuchung
Für Ihre Planung:
  • Breiige Kost für 3 Tage
Termine